Gefahren im Haus

Das gefährliche Haus

hausDie bekannten Gefahren

Medikamente und Reinigungsmittel

Medikamente aus dem eigenen Arzneischrank gehören niemals in die Katze ! Es sei denn man mag “Russisches Roulette”… .
Reinigungsmittel gehören auslaufsicher und fest verwahrt. Am besten man wechselt sowieso zu nachweislich unschädlichen Reinigern. Ich habe im Obenland Reinigungsblock( Produktlink Obenland Universalreiniger ) einen idealen, vielseitigen und Lebensmittel unbedenklichen Reiniger gefunden, der mir viele Spezialreiniger ersetzt. Dazu Dampfreiniger, einfaches Spülmittel, Essigreiniger und fertig. Auf der erweiterten Liste stehen noch : Domestos (chlorfrei) für die Grundreinigung der Katzentoiletten (gründlich mit klarem Wasser nachspülen) und Glasreiniger (wirkt etwas desinfizierend durch den enthaltenen Alkohol, und beseitigt prima Spuckflecken aus Teppichen).  Sollte ein bedenklicher Reiniger benötigt werden, werden die Katzen konsequent ausgesperrt, bis alles wieder mit klaren Wasser gespült und trocken ist.

Giftpflanzen

Vor dem Einzug einer Katze ist es höchst ratsam, seine Zimmerpflanzen und gegebenenfalls auch noch die Gartenbepflanzung auf Giftigkeit für die Katze zu überprüfen ! Selbst, wenn Katzen schon lange zum Haushalt gehören, kann eine gelegentliche Überprüfung nicht schaden. Gern erliegt man mal der schönen Auslage der Floristen. Hat die Katze vielleicht irgendwelche Krankheitsanzeichen ? Und man hat seine Zimmerpflanzen noch nicht gecheckt ? Dann sollte man das jetzt vielleicht mal machen ?!
Eine Auflistung der bedenklichen Pflanzen findet man auch z.B. hier :
auf Katzen-Minze.de (eine wirklich liebevoll aufgemachte Seite),
oder auf Botanikus.de (Auflistung bedenklicher Giftpflanzen auch für andere Haustiere – sehr informative Seite)
Oder auch hier gibt es eine ausführliche Auflistung der bedenklichen und der harmlosen Pflanzen:
Giftpflanzendatenbank
(erstklassiges Recherche Portal; ist in der Bedienung erst mal etwas gewöhnungsbedürftig, aber eine Einarbeit absolut wert.)
>>>siehe auch unser GIFTPFLANZEN ABC<<<

Insekten- und Unkrautgifte

…haben in einem Haustierhaushalt eigentlich gar nichts zu suchen ! Zumindest im Insektenvernichter-Bereich gibt es ein paar weniger bedenkliche Mittel. Aber ein Mittel das tötet, kann wohl nie wirklich unbedenklich genannt werden, oder irre ich ? Und gegen “Unkräuter” wäre ein einfaches Jäten die Maßnahme der Wahl.
(Antiflohmittel für Katzen sind hier nicht angesprochen !!)

Lacke, Lösungsmittel sowie technische Schmiermittel etc.

Meist wird es hier gefährlich, wenn die Katze sich ihr Fell oder die Pfoten damit verunreinigt. Z.B. wenn sie Lackdosen umstösst. Sollte es dazu kommen, müssen wir unbedingt verhindern, dass sich die Katze putzt (Halskragen anlegen). Und nun beim Tierarzt nachfragen, wie man dies Unglück katzenverträglich entfernt bekommt. Ätzende Mittel müssen schnellst machbar abgewaschen werden; aber auch hier anschließend beim Tierarzt nachfragen wie man im Fell haftenden Reste katzenverträglich neutralisiert bekommt.

Herdplatten

Auch wenn man seine Katze gut trainiert/erzogen hat, kann es vorkommen, dass die Katze dann doch auf den Herd springt und sich so die Pfoten verbrennt. Es hilft, sich zur Gewohnheit zu machen, immer einen Topf auf der noch heissen Platte stehen zu haben; alle Griffe und Stiele so gestellt, dass die Katze die Töpfe im Sprung nicht damit kippen kann. Eine geschlossene Tür ist wohl die sicherste Methode, sofern das bei unseren modernen, offenen Küchen überhaupt machbar ist.

Fäden und Nadeln

sind ja sowas von verlockend ! Da kann Katz selten widerstehen ! Leider ist die Beschaffenheit der Katzenzunge so, dass die Katze den verfangenen Faden kaum wieder ausspucken kann und schlucken muss. Fatal ! Nicht nur wenn die Nadel noch dranhängt ! Das führt fast immer zu schweren Problem im Verdauungstrakt. Dass Nadeln, die im Spiel verschluckt, im Katzenbauch gar nicht gut sind, ist einleuchtend. Dieses mögliche Problem verlangt uns Disziplin ab. Wie schnell übersieht man eine Stecknadel !? Gardinen mit Nadeln in Form zu bringen, sollte im Tierhaushalt ein absolutes Tabu sein.

Türen

Wer die Angewohnheit hat Türen zuzuschlagen, sollte sich das tunlichst und sehr zügig abgewöhnen, wenn ein Haustier einziehen soll. Schnell hat man seine Katze auf diese Weise schlimm gequetscht ! Wenn ein Tierarzt das vielleicht wieder beheben kann, so sind es doch üble Schmerzen für die Katze und hohe Kosten für den Menschen.
Durch Durchzug zuschlagende Türen können das Gleiche verursachen, also auch darauf achten.

Fenster

Eigentlich müsste es sich mittlerweile bis zum letzten Katzenhalter herumgesprochen haben : Fenster, die auf Kipp stehen sind für neugierige Katzen eine enorme Gefahr ! Leider werden jedes Jahr wieder unzählige eingeklemmte Katzen in die Tierkliniken gebracht.
Oftmals gibt es kaum Chancen sie wieder gesund zu bekommen (je nach dem wie lang sie eingeklemmt waren). Auf jeden Fall leiden sie extreme Schmerzen danach. Wer dies einmal erlebt hat bekommt mindestens Wutanfälle, wenn er unachtsame oder gleichgültige Katzenhalter trifft, die auf Dauerkipp lüften ! Wer auf die Kipplüftung nicht verzichten mag, macht das bitte unter Aufsicht oder rüstet die Fenster mit speziellen Katzensicherungen aus ! Alles andere ist grob fahrlässig.

Balkone

Gehören in jedem Falle durch geeignete Maßnahmen abgesichert, etwa durch Katzennetze. Katzen sind NICHT zu 100% trittsicher ! Und so sind schlimme Stürze immer einzukalkulieren. Wir haben die Pflicht dies zu verhindern !

unterschätzte Gefahren

Aerosole :
Haarspray, Raumspray, Insektenvernichter und alles was wir zerstäubt in die Luft geben, wenn die Katze es einatmen kann. Auch Pumpzerstäuber sind nicht viel besser. Mag die Katze von diesen “Nebeln” vielleicht nicht gleich tot umfallen, so kann man sie Stück um Stück zu einer Allergie oder Atemproblemen bringen. Ausnahmen dürften hier reiner, sauberer Wassernebel, oder medizinische Inhalationen für Katzen sein.
Auf Räuchermischungen sollte man möglichst ebenfalls verzichten. Manche Räuchermischungen haben für Katzen üble Auswirkungen. Synthetisches Räucherwerk sollte generell gemieden werden; bei natürlichem Räucherwerk : Katzen bitte aussperren. Reiner Weihrauch kann hier eine Ausnahme bilden. Dieser hat eine eher positive Wirkung auf z.B. Bronchien, Lungen und bei Schnupfen. NICHT ÜBERTREIBEN ! und die Katze immer unter Beobachtung haben !

Bügelbretter
Kleine Kätzchen können vom Bügel des Bügelbrettes tödlich gefangen werden. Die drahtartigen Körbe für die Ablage des Bügeleisen sind mit ihren bogigen Formen Fallen. Djinni hatte das entdeckt (und wir sie glücklicherweise auch schnell). Ähnliche Probleme können mit schnörkeligen Balkonverzierungen und mit Ornament verzierten Treppengeländern etc. auftreten.

Treppen
Treppen werden generell gern unterschätzt. Eine potentielle Gefahr stellen die Freitreppen dar (die, durch die man hindurchsehen und -greifen kann) . Hier können Katzen im Eifer eines guten Spiels hindurch schlittern und oftmals sehr tief und unglücklich stürzen. Besser man sichert solche Treppen rechtzeitig mit gut verspannten Katzennetzen auf der Rückseite ab.
Die normalen Treppen sind an sich eher harmlos ABER ! Man sollte Katzen frühzeitig daran gewöhnen, dass sie nichts auf der Treppe zu suchen haben, wenn der Mensch sie benutzen will. Die Katze hat unverzüglich auszuweichen ! Zu viele und schlimme Unfälle sind hier schon entstanden, wenn Katz darauf vertraut hat “der Mensch sieht mich schon”. Aber welcher Mensch hat im Dämmerlicht schon Eulenaugen !? Auf die Katze getreten, ausgerutscht und beide übel verletzt ist schnell geschehen, im besten Fall !
Katzen glauben von uns Menschen, wir hätten ebenfalls so gute Augen wie sie selbst !

Kratzbäume !
Jawohl : Kratzbäume !
Hier gibt es unglaubliche Qualitätsunterschiede !
Kratzbäume die man meiden sollte :

  • Freistehende Kratzbäume denen es an Standfestigkeit mangelt (leider sind davon etliche am Markt) Von wackeligen Kratzbäumen erschlagene Kätzchen sind nicht lustig ! Hat man doch einmal solch einen Wackelkandidaten gekauft, hilft ein Andübeln der Bodenplatte mit wenigen, ausreichend langen Schrauben am Boden.
  • Kratzbäume, die mit anderen als unbedenklichen Materialien hergestellt wurden
  • Kratzbäume an denen sich die Katze klemmen kann, von denen Teile verschluckt werden könnten, und an deren Elementen sich eine Katze strangulieren könnte
  • Decken hohe Kratzbäume, die sich nicht sicher verankern und verspannen lassen.

Kabel !
An diese alltäglichen unscheinbaren Energiebahnen denkt man kaum als Gefahrenquelle. Grundsätzlich sind Katzen auch keine Nagetiere, die wohl erstrangig durch zernagte Stromkabel gefährdet sind. Allerdings passiert es gar nicht so selten, dass Katzen im Eifer eines turbulenten Spieles in Kabel beißen. Die Backenzähne sind perfekte Schneidewerkzeuge und haben keine Probleme normal dicke Kabel zu zertrennen ! Was daraus werden kann wollen wir keiner Katze wünschen ! Also auch hier ist es deutlich sicherer Kabel vorsorglich unerreichbar für die Katze zu machen ! Im Nebeneffekt sieht es auch besser aus, wenn wir keinen Kabelsalat in der Wohnung züchten.

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